Für den Warenverkehr zwischen Deutschland und Irland gilt uneingeschränktes EU-Recht: keine Zollanmeldung, kein Einfuhrverfahren, ein CMR-Frachtbrief genügt vollständig. Komplizierter wurde durch den Brexit allerdings die Streckenwahl, denn das Vereinigte Königreich als kürzeste Landbrücke ist inzwischen Drittland mit eigener Zollabfertigung – das betrifft auch Sendungen, die es nur durchqueren.
Direktfähre statt UK-Landbrücke
Um die Zollformalitäten beim Durchqueren Großbritanniens zu vermeiden, nutzt Fair & Event Logistics bevorzugt Direktfähren von Frankreich (Cherbourg, Roscoff) nach Rosslare oder Dublin. Diese Route bleibt vollständig innerhalb des EU-Zollgebiets, dauert dafür mit 36 bis 44 Stunden inklusive Seepassage spürbar länger als eine reine Landstrecke, bietet dafür aber volle Planungssicherheit ohne Grenzformalitäten.
Alternative über die UK-Landbrücke
Wer dennoch über Calais/Dover und Großbritannien anliefert, benötigt für die britische Teilstrecke ein Versandverfahren (T1) sowie entsprechende Zollanmeldungen für Ein- und Ausfuhr, auch wenn die Ware Großbritannien nur durchquert und dort nicht verbleibt. Für die meisten Messeanlieferungen ist die Direktfähre daher die planbarere und weniger fehleranfällige Option.
Fährfenster als Taktgeber
Da die Abfahrtszeiten der Reedereien begrenzt sind, richtet sich die Anlieferung an RDS Dublin oder Citywest Hotel nach dem Fährfahrplan und nicht nach freier Routenwahl; Verspätungen bei der Zufahrt zum Hafen können ein komplettes Zeitfenster kosten.
Rücktransport ohne erneute Zollpapiere
Auch für die Rückfahrt gilt vollständiges EU-Recht, ein neuer CMR-Frachtbrief genügt. Details zur Slot-Anlieferung und Standbau-Logistik finden sich auf der Messe-Spedition-Seite Irland.
Festpreis inklusive Fährüberfahrt
Die Kosten der Direktfähre von Frankreich nach Rosslare oder Dublin kalkuliert Fair & Event Logistics fest in den Angebotspreis ein, unabhängig von tagesaktuellen Fährpreisen der Reedereien. GPS-Live-Tracking zeigt den Status der Überfahrt und die Ankunftszeit im Hafen, was die Slot-Planung bei RDS Dublin erheblich erleichtert.
Fahrzeugausstattung für Landstrecke und Seepassage
Für die Kombination aus Festlandstrecke und Fährüberfahrt setzt Fair & Event Logistics luftgefederte Fahrzeuge ein, die Ladungsbewegungen während der Seepassage nach Rosslare oder Dublin reduzieren. Mobility-Package-konforme Fahrer planen die Anfahrt zum Fährhafen so, dass Wartezeiten minimiert und feste Abfahrtsfenster sicher erreicht werden.
Haftung und Wertversicherung
Bei der Kombination aus Landstrecke und Fährüberfahrt greift neben der CMR-Haftung auch das Seefrachtrecht für den Seeweg. Fair & Event Logistics bietet deshalb eine Premium-Wertversicherung an, die beide Streckenabschnitte durchgängig abdeckt und für die Anlieferung zu RDS Dublin zusätzliche Sicherheit bietet.