Wer Messeequipment oder Bühnentechnik über eine Landesgrenze bringen muss, steht schnell vor mehr Fragen als bei einer nationalen Lieferung: Braucht die Sendung ein ATA-Carnet, weil sie am Ende wieder ausgeführt wird? Wie wirkt sich ein Feiertag im Zielland auf die Fahrzeiten aus? Und wie verhindert man, dass ein empfindliches Exponat bei einer Konsolidierung mit anderer Fracht beschädigt wird? Internationale Direkttransporte lösen genau das, indem eine Sendung von der Abholung bis zur Übergabe im Zielland in einem Fahrzeug bleibt – ohne Umladung, ohne Sammelgut, ohne Zwischenstopp bei einem Umschlagpartner. Das Fahrzeug, das am Ursprungsort belädt wird, ist dasselbe, das Wochen später wieder am Zielstand steht.
Für Aussteller, die dieselbe Ausstellung nacheinander in mehreren Ländern zeigen, oder für Agenturen, die eine Kampagne durch mehrere Hauptstädte touren lassen, ist das oft der einzige Weg, Termine in mehreren Ländern verlässlich zu halten. Fair & Event Logistics disponiert dafür Fahrer mit Auslandserfahrung, die sowohl die Zollseite als auch die praktische Seite von Auf- und Abbau am Zielort kennen. Das schließt Kenntnisse zu lokalen Mautsystemen, Umweltzonen und branchenüblichen Andockzeiten in Ländern wie Italien, Frankreich oder der Schweiz mit ein.
Leistungsumfang
Für grenzüberschreitende Direktfahrten gehören folgende Bausteine zum Standard:
- Internationale Direktfahrten in über 30 Länder Europas ohne Umladung
- Fahrer mit Auslandserfahrung und technischem Verständnis für Auf- und Abbau vor Ort
- Dokumentations- und Zollservice auf Wunsch, einschließlich ATA-Carnet und T1-Verfahren
- Expressoptionen für Overnight-Strecken oder feste Fixtermine im Zielland
- Auch Thermotransporte, High-Value- oder Sonderformate innerhalb derselben Direktfahrt möglich
- Ideal für Eventreihen, Messeketten und Kampagnentouren durch mehrere Länder
Weil dieselbe Sendung mehrere Länder durchquert, kommunizieren unsere Disponenten während der gesamten Fahrt mit dem Fahrer, dem Absender und dem Empfänger im Zielland gleichzeitig – so wird auch bei kurzfristigen Änderungen am Zielort, etwa einer verschobenen Standposition, niemand überrascht.
Ablauf
- Anfrage mit Start, Ziel, Termin und Frachtdetails inklusive Zollstatus der Ware
- Routing unter Berücksichtigung von Maut, Feiertagen im Zielland und Grenzübergängen
- Disposition wählt das passende Fahrzeug und prüft, ob ein ATA-Carnet nötig ist
- Abholung, bei Bedarf inklusive Zollabfertigung bereits am Ursprungsort
- Nonstop-Direktfahrt ohne Umladung durch das oder die Zielländer
- Übergabe im Zielland mit Dokumentation, bei Drittländern inklusive Rückabwicklung des Carnets
Kosten
| Leistungspaket | Umfang | Richtpreis |
|---|---|---|
| Standard (1–3 Paletten) innerhalb der EU | Nachbarland ohne Zollformalitäten, reine Direktfahrt | 480–780 € |
| Premium (5–10 Paletten + Stapler + Rückfahrt) | EU-Ziel inkl. Stapler-Einbringung vor Ort und Rückfahrt | 1.400–2.800 € |
| Großstand (20+ Paletten bis 24 t) | mehrere EU-Länder nacheinander im Rahmen einer Messekette | 3.800–9.800 € |
| Drittland mit ATA-Carnet (UK/CH/NO/TR) | inkl. Carnet-Abwicklung, Grenzabfertigung und Wiedereinfuhr | 4.500–15.000 € |
Der wichtigste Preistreiber ist das Zielland: Eine Fahrt innerhalb der EU ohne Zollformalitäten ist deutlich günstiger als eine Strecke in ein Drittland mit ATA-Carnet-Pflicht. Hinzu kommen die Distanz und die Anzahl der Grenzübergänge, eine mögliche Doppelbesatzung bei langen Nonstop-Strecken sowie Feiertage oder Wochenendfahrten im Zielland, die Fahrzeiten verlängern können. Auch die Frage, ob am Zielort eine Einbringung mit Stapler oder Hebebühne benötigt wird, spielt in die Kalkulation mit ein, ebenso wie eine eventuell nötige Zwischenlagerung vor Ort zwischen zwei Terminen. Alle Leistungspakete im Überblick finden Sie unter /preise.
Typische Einsatzfälle
Eine Roadshow eines Automobilherstellers tourt in wenigen Wochen durch Deutschland, Frankreich und Italien – jede Station verlangt eine termingenaue Direktfahrt ohne Umladung, damit das Ausstellungsfahrzeug zwischen den Terminen nicht beschädigt wird und pünktlich zur jeweiligen Standöffnung bereitsteht. Ein Aussteller mit Firmensitz in Mailand liefert sein Exponat direkt zur Messehalle des MWC Barcelona, ohne Zwischenstopp bei einem Konsolidierungslager, in dem es beschädigt oder verspätet werden könnte. Eine Konzerttour, die von Deutschland über Österreich in die Schweiz weiterzieht, benötigt für den Schweiz-Termin ein ATA-Carnet, damit Bühnentechnik und Merchandise problemlos wieder ausgeführt werden können, sobald die letzte Show gespielt ist. Internationale Direkttransporte lassen sich gut mit Express- und Kuriertransport für kurzfristige Nachlieferungen sowie mit ADR-Transporten bei Gefahrgutanteilen kombinieren. Für Standmaterial, das ohnehin grenzüberschreitend verschickt wird, bietet sich zusätzlich Messeware versenden an.